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Die Alarmsignale sollten Patienten ernst nehmen!

Pa­ro­don­ti­tis: Ge­sunde Zähne fan­gen beim Zahn­fleisch an

In al­ler Munde: Knapp 80% al­ler Deut­schen lei­den an Er­kran­kun­gen des Zahn­flei­sches. Die größte Ge­fahr geht da­bei von der Pa­ro­don­ti­tis aus, die sich zu­nächst in Form ei­ner Zahn­flei­sch­ent­zün­dung be­merk­bar macht und un­be­han­delt den ge­sam­ten Zahn­hal­teap­pa­rat be­fällt. Dr. Sonja Münch be­ant­wor­tet die häu­figs­ten Fra­gen rund um das hoch­ak­tu­elle Thema – ne­ben Ka­ries sind pa­ro­don­tale Er­kran­kun­gen heute der häu­figste Grund für Zahn­ver­lust im Er­wach­se­nen­al­ter.

Bei Er­wach­se­nen hat sich Pa­ro­don­ti­tis mitt­ler­weile zu ei­ner re­gel­rech­ten Volks­krank­heit ent­wi­ckelt. Wie ge­fähr­lich ist die Er­kran­kung ei­gent­lich?

Dr. Sonja Münch: Eine Ent­zün­dung des Zahn­hal­teap­pa­ra­tes, die so­ge­nannte Pa­ro­don­ti­tis, ist eine ernst zu neh­mende Er­kran­kung, die nicht nur haupt­ver­ant­wort­lich ist für den Ver­lust von Zäh­nen, son­dern dem gan­zen Or­ga­nis­mus scha­den kann. Stu­dien be­le­gen ein er­höh­tes Ri­siko für Herz-​Kreislauf-​Erkrankungen, für Herz­in­farkt und Schlag­an­fall. Neuere Un­ter­su­chun­gen deu­ten zu­dem dar­auf hin, dass Pa­ro­don­ti­tis bei Schwan­ge­ren eine Früh­ge­burt aus­lö­sen oder zu ei­nem zu nied­ri­gen Ge­burts­ge­wicht beim Baby füh­ren kann.

Wel­ches sind denn die Ur­sa­chen ei­ner Zahn­flei­scher­kran­kung?

Dr. Sonja Münch: Wir wis­sen heute, dass der Pa­ro­don­ti­tis nicht nur eine Ur­sa­che zu­grunde liegt. In den meis­ten Fäl­len ist bak­te­ri­el­ler Zahn­be­lag, der so­ge­nannte Plaque oder Bio­film, der Aus­lö­ser, aber auch erb­li­che Fak­to­ren spie­len eine Rolle. Kom­men noch eine un­zu­rei­chende Mund­hy­giene, Rau­chen so­wie Stress hinzu oder lei­det der Pa­ti­ent an wei­te­ren All­ge­mei­ner­kran­kun­gen, ist es na­hezu si­cher, an ei­ner Pa­ro­don­ti­tis zu er­kran­ken. Be­vor je­doch das Zahn­bett an­ge­grif­fen wird, be­ginnt die Ent­zün­dung zu­nächst am Zahn­fleisch.

Also sind klei­nere Ent­zün­dun­gen im Mund be­reits Vor­bo­ten, die man ernst neh­men sollte?

Dr. Sonja Münch: Ge­sunde Zähne fan­gen beim Zahn­fleisch an: Ist es ge­schwol­len oder blu­tet es, kann das durch­aus auf eine be­gin­nende Ent­zün­dung (Gin­gi­vi­tis) hin­wei­sen. Auch deut­li­cher Mund­ge­ruch kann ein Si­gnal sein. Wer­den diese Sym­ptome nicht ernst ge­nom­men, kann sich aus ei­ner eher harm­lo­sen Zahn­flei­sch­ent­zün­dung eine Pa­ro­don­ti­tis mit ir­re­pa­ra­blen Schä­den des Zahn­hal­teap­pa­rats ent­wi­ckeln. Der erste Schritt bei die­sen Alarm­zei­chen sollte also un­be­dingt der Gang zum Zahn­arzt sein, denn eine nicht be­han­delte Pa­ro­don­ti­tis führt im schlimms­ten Fall zum Zahn­ver­lust.

Wie sieht die Be­hand­lung aus? Und vor al­lem, ist diese schmerz­haft?

Dr. Sonja Münch: Zu­nächst müs­sen wir erst ein­mal klä­ren, ob es sich um eine Zahn­flei­sch­ent­zün­dung han­delt oder ob be­reits eine Pa­ro­don­ti­tis vor­liegt, um die The­ra­pie in­di­vi­du­ell auf die Si­tua­tion ab­zu­stim­men. Vor der ei­gent­li­chen Be­hand­lung steht zu­nächst eine gründ­li­che Zahn­rei­ni­gung – in auf­wän­di­ger Klein­ar­beit rü­cken wir den Bak­te­rien zu Leibe: Plaque, Zahn­stein und die har­ten Ab­la­ge­run­gen müs­sen voll­stän­dig ent­fernt wer­den. Erst dann wer­den mit spe­zi­el­len Ge­rä­ten und Ul­tra­schall die Ab­la­ge­run­gen in den Ta­schen un­ter dem Zahn­fleisch ent­fernt und die bak­te­ri­ell be­fal­le­nen Re­gio­nen sorg­fäl­tig ge­säu­bert. Schmer­zen ha­ben Pa­ti­en­ten da­bei nicht, un­ter der ört­li­chen Be­täu­bung be­kom­men sie den Ein­griff so gut wie gar nicht mit.

Wie sind die Er­folgs­aus­sich­ten ei­ner sol­chen Be­hand­lung?

Dr. Sonja Münch: In der Re­gel führt die recht­zei­tige Be­hand­lung ei­ner Pa­ro­don­ti­tis zur Hei­lung. Aber für ei­nen lang­fris­ti­gen Er­folg ist die re­gel­mä­ßige Nach­sorge von ent­schei­den­der Be­deu­tung, da es sich um eine chro­ni­sche Er­kran­kung han­delt. Das heißt: Die täg­li­che sorg­fäl­tige Mund­hy­giene mit Zahn­bürste, Zahn­seide und In­ter­den­tal­bürst­chen ist zwin­gend er­for­der­lich. Zu­sätz­lich sollte man zwei­mal jähr­lich eine pro­fes­sio­nelle Zahn­rei­ni­gung durch­füh­ren las­sen, nicht zu ver­ges­sen der jähr­li­che Kon­troll­ter­min. Zu­dem kann man viel mit der Re­du­zie­rung „all­täg­li­cher“ Übel er­rei­chen: zum Bei­spiel das Rau­chen ein­schrän­ken oder auch Stress­fak­to­ren vermeiden.

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Dr. SONJA MÜNCH
Dr. ROS­WI­THA GRAF

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