Zahnimplantate in Unterschleißheim
Planung, Chirurgie und Krone in einem Haus — von einem Behandler, der seit über dreißig Jahren implantiert und als Gutachter für Prothetik täglich sieht, woran Versorgungen scheitern.
Wann ein Implantat in Frage kommt
Ein Implantat ersetzt die Wurzel — die gesunden Nachbarzähne bleiben unberührt.
So läuft die Behandlung ab
- 1 Planung Befund, Röntgen, Modelle. Erst danach sagen wir, ob und wie implantiert werden kann. ca. 60 Min.
- 2 Vorbereitung Zahnfleisch muss entzündungsfrei sein. Falls nötig, Reinigung oder PAR-Behandlung vorschalten. nach Befund
- 3 Implantation Unter örtlicher Betäubung. Die Lücke wird provisorisch versorgt. ca. 45–90 Min.
- 4 Einheilung Der Knochen verbindet sich mit der Implantatoberfläche. 3–6 Monate
- 5 Krone Digitale Abformung, Anprobe, definitive Versorgung. 2–3 Termine
Was vor der Entscheidung geklärt wird
Zahnfleischgesundheit. Ein Implantat in entzündetes Gewebe zu setzen, ist der zuverlässigste Weg, es wieder zu verlieren. Eine bestehende Parodontitis wird deshalb zuerst behandelt.
Knochenangebot. Höhe und Breite des Kieferknochens entscheiden darüber, ob und in welcher Position implantiert werden kann. Das klärt die Röntgendiagnostik.
Allgemeinerkrankungen und Medikamente. Bestimmte Erkrankungen und Medikamente — insbesondere solche gegen Osteoporose — beeinflussen die Knochenheilung. Bringen Sie bitte Ihren Medikamentenplan mit.
Bereitschaft zur Nachsorge. Implantate brauchen lebenslang regelmäßige professionelle Reinigung. Wer das nicht möchte, sollte über eine andere Versorgung nachdenken.
Was kostet das?
Das Implantat ist bei gesetzlich Versicherten eine Privatleistung. Für die Krone darauf erhalten Sie einen befundbezogenen Festzuschuss Ihrer Kasse — er richtet sich nach dem Befund, nicht nach der gewählten Versorgung.
Wichtig für die Planung: Zum 1. Januar 2027 sinken die Festzuschüsse für Zahnersatz. Entscheidend für den Bestandsschutz ist das Bewilligungsdatum des Heil- und Kostenplans, nicht der Behandlungstermin. Wenn Sie Zahnersatz ohnehin planen, lohnt es sich, den Plan noch 2026 genehmigen zu lassen.
Sie erhalten vor jeder Behandlung einen schriftlichen Heil- und Kostenplan mit allen Positionen.
Kosten und Finanzierung im Detail →Ihr Behandler für diesen Bereich
Roland Madesta Zahnarzt · Tätigkeitsschwerpunkte Implantologie und Prothetik · Gutachter für Prothetik seit 2003Häufige Fragen
Tut das Setzen eines Implantats weh?
Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist in der Regel schmerzfrei. In den Tagen danach kann es zu Schwellung und Druckgefühl kommen. Auf Wunsch besprechen wir eine zusätzliche Beruhigung vorab.
Wie lange dauert die Einheilung?
Üblicherweise etwa drei bis sechs Monate, abhängig von Knochenqualität und Lage. In dieser Zeit versorgen wir die Lücke provisorisch, Sie laufen nicht mit einer sichtbaren Lücke herum.
Bin ich zu alt für ein Implantat?
Ein Höchstalter gibt es nicht. Entscheidend sind Knochenangebot, Zahnfleischgesundheit und Allgemeinerkrankungen — nicht das Geburtsjahr. Nach unten gibt es eine Grenze: Bei Jugendlichen wird gewartet, bis das Kieferwachstum abgeschlossen ist.
Was, wenn zu wenig Knochen da ist?
Dann kommen aufbauende Verfahren in Frage, etwa ein Knochenaufbau oder ein Sinuslift im Oberkiefer. Ob das nötig und sinnvoll ist, zeigt die Planung. Manchmal ist eine Brücke die vernünftigere Lösung — das sagen wir Ihnen dann auch.
Was zahlt die Krankenkasse?
Das Implantat selbst ist bei gesetzlich Versicherten grundsätzlich eine Privatleistung. Für den Zahnersatz darauf gibt es einen befundbezogenen Festzuschuss. Nur in eng definierten Ausnahmefällen übernimmt die Kasse mehr.
Wie lange hält ein Implantat?
Das hängt entscheidend von der Pflege ab. Der häufigste Grund für Implantatverlust ist eine Entzündung des umgebenden Gewebes (Periimplantitis). Regelmäßige professionelle Reinigung ist deshalb keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Rauchen — spielt das eine Rolle?
Ja, deutlich. Rauchen erhöht das Risiko für Einheilungsstörungen und für spätere Entzündungen am Implantat. Wir klären darüber vor der Entscheidung auf, nicht danach.
Erst planen, dann entscheiden
Im Beratungstermin klären wir, ob ein Implantat bei Ihnen sinnvoll ist — und welche Alternativen es gibt. Sie erhalten den Plan schriftlich.