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ZAHNARZTPRAXIS DR. SONJA MÜNCH UND KOLLEGEN
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Zahnhalteapparat · Parodontologie

Parodontitis behandeln, bevor Zähne locker werden

Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter — und sie tut lange nicht weh. Seit 2021 gibt es dafür eine strukturierte Behandlungsstrecke als Kassenleistung.

Beratungstermin buchen Was kostet das?

Anzeichen, die Sie abklären lassen sollten

Zahnfleischbluten ist kein normales Ereignis beim Putzen. Es ist ein Entzündungszeichen.

Was wir nicht machen: Panik verbreiten. Eine Zahnfleischentzündung ohne Knochenabbau (Gingivitis) ist gut in den Griff zu bekommen. Erst wenn der Knochen betroffen ist, sprechen wir von Parodontitis.
„Mein Zahnfleisch blutet beim Putzen."
„Ich habe Mundgeruch, der nicht weggeht."
„Die Zähne sehen länger aus als früher."
„Zwischen den Zähnen entstehen Lücken."
„Ein Zahn fühlt sich locker an."
„Ich habe Diabetes und möchte das im Blick behalten."

So läuft die Behandlung ab

  1. 1 Parodontalstatus Messung der Taschentiefen an jedem Zahn, Blutungspunkte, Röntgenbefund. ca. 40 Min.
  2. 2 Aufklärung Das Aufklärungs- und Therapiegespräch nach PAR-Richtlinie — Sie sollen verstehen, worum es geht. ca. 30 Min.
  3. 3 Vorbehandlung Beläge entfernen, Mundhygiene anpassen. Die Hauptbehandlung wirkt sonst schlechter. 1–2 Termine
  4. 4 Antiinfektiöse Therapie Reinigung der Wurzeloberflächen unter örtlicher Betäubung, meist in zwei Sitzungen. 2 Termine
  5. 5 Nachsorge (UPT) Feste Kontrolltermine über bis zu drei Jahre — der entscheidende Teil. laufend

Warum Parodontitis mehr ist als ein Zahnfleischproblem

Parodontitis ist eine chronische, bakteriell ausgelöste Entzündung des Zahnhalteapparats. Der Körper reagiert auf den Biofilm am Zahnfleischrand mit einer Entzündungsreaktion, die auf Dauer den Knochen abbaut, der die Zähne hält. Der Prozess läuft schleichend und meist schmerzfrei.

Die Wechselwirkung mit dem Gesamtorganismus ist inzwischen gut untersucht — besonders eindeutig bei Diabetes: Eine behandelte Parodontitis verbessert nachweislich die Blutzuckereinstellung, eine unbehandelte erschwert sie. Wenn Sie Diabetes haben, sagen Sie es uns bitte.

Seit dem 1. Juli 2021 regelt die PAR-Richtlinie eine strukturierte Behandlungsstrecke. Neu daran ist vor allem, dass die Nachsorge über zwei bis drei Jahre fester Bestandteil ist — denn ohne sie hält das Behandlungsergebnis nicht.

Was kostet das?

Die systematische Parodontitisbehandlung nach der PAR-Richtlinie ist Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Vor Beginn stellen wir gemeinsam einen Antrag bei Ihrer Kasse — das gehört zum geregelten Ablauf und ist keine Hürde.

Vor der eigentlichen Therapie steht in der Regel eine gründliche Reinigung. Diese Vorbehandlung ist bei Erwachsenen üblicherweise eine Privatleistung; viele Kassen beteiligen sich daran.

Ergänzende Leistungen wie eine Keimbestimmung oder aufbauende chirurgische Verfahren sind gesondert zu vereinbaren und nur in ausgewählten Fällen sinnvoll.

Kosten und Finanzierung im Detail →
Was den Preis bestimmt
Parodontalstatus und BefundKassenleistung
Aufklärungs- und TherapiegesprächKassenleistung
Antiinfektiöse TherapieKassenleistung nach Antrag
Unterstützende Nachsorge (UPT)Kassenleistung, bis zu 3 Jahre
Vorbehandlung / Reinigungmeist Privatleistung
Bakterientestnur bei besonderer Indikation
Der Antrag bei Ihrer Kasse läuft über uns. Sie müssen sich um nichts kümmern.

Ihr Behandler für diesen Bereich

Roland Madesta Zahnarzt · Gutachter für Prothetik und Parodontose seit 2003

Häufige Fragen

Woran merke ich eine Parodontitis?

Häufig an blutendem Zahnfleisch, Mundgeruch, länger wirkenden Zähnen oder empfindlichen Zahnhälsen. Schmerzen treten meist erst spät auf — deshalb bleibt die Erkrankung oft lange unbemerkt.

Ist die Behandlung eine Kassenleistung?

Ja. Seit Juli 2021 gibt es eine eigene Behandlungsstrecke nach der PAR-Richtlinie: Aufklärungs- und Therapiegespräch, antiinfektiöse Therapie und die unterstützende Parodontitistherapie über bis zu drei Jahre sind Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein Antrag bei Ihrer Kasse geht dem voraus.

Tut die Behandlung weh?

Die Reinigung der Wurzeloberflächen erfolgt unter örtlicher Betäubung. Danach kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein und die Zähne können vorübergehend kälteempfindlich reagieren.

Kann sich zurückgegangenes Zahnfleisch wieder aufbauen?

Verlorener Knochen und zurückgegangenes Zahnfleisch wachsen in aller Regel nicht von selbst nach. Ziel der Behandlung ist, den Verlust zu stoppen. In ausgewählten Fällen sind aufbauende Verfahren möglich — ob das bei Ihnen sinnvoll ist, klärt der Befund.

Warum ist die Nachsorge so wichtig?

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Ohne regelmäßige Nachsorge kommen die Bakterien zurück und der Abbau geht weiter. Die unterstützende Parodontitistherapie ist deshalb Teil der Behandlung, kein Zusatzangebot.

Hängt Parodontitis mit anderen Erkrankungen zusammen?

Es gibt gut belegte Wechselwirkungen, insbesondere mit Diabetes: Eine unbehandelte Parodontitis erschwert die Blutzuckereinstellung und umgekehrt. Auch in der Schwangerschaft wird auf das Zahnfleisch besonders geachtet.

Ich rauche. Ändert das etwas?

Ja. Rauchen verschlechtert die Durchblutung des Zahnfleischs, maskiert die Blutung als Warnzeichen und verschlechtert die Heilung. Wir sagen Ihnen das, ohne Ihnen Vorhaltungen zu machen.

Passt dazu

Prophylaxe & PZR Die Nachsorge, die das Ergebnis hält. Implantate Erst wenn das Zahnfleisch stabil ist — nicht vorher. Ihr erster Termin Wie der Befund abläuft und was wir dabei erheben.

Zahnfleisch, das blutet, sollte untersucht werden

Der Parodontalstatus dauert etwa 40 Minuten und ist Kassenleistung. Danach wissen Sie, woran Sie sind.

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